Sonntag, 14. August 2016

Die Wächterin der Krone


Autor: Beate Sauer

Taschenbuch: 447 Seiten

Verlag: Goldmann Verlag

Sprache: Deutsch

Größe: Größe und/oder Gewicht: 11,9 x 3,2 x 18,7 cm

(Bild: http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Die-Waechterin-der-Krone/Beate-Sauer/e425617.rhd#)


Inhalt:
Robin hat sich verliebt. Nur leider ahnt sie nicht, dass Cederick der Halbbruder ihres Erzfeindes Edward de Thorignyist, der nichts lieber täte als sie und ihre komplette Familie leiden zu sehen. Als König Richard nun auf einem seiner Kreuzzüge verschwindet und sein Bruder John die Macht an sich reißt, müssen Robin und ihr Bruder in die Wälder fliehen...


Meine Meinung:
"Die Wächterin der Krone", ein historischer Roman mit Anlehnung an die Sagengestalt Robin Hoods, hat mich leider schwer enttäuscht.
Ich hatte diesen zusammen mit "Zwei sündige Herzen" von Tessa Dare als Mängelexemplar ersteigert und mir ein entsprechendes leichtes und flüssiges Leseerlebnis erhofft. Dem war definitiv nicht so.

Zu aller erst muss ich ein Wort über die Covergestaltung verlieren. Während Robin im Buch als rothaarige Schönheit beschrieben wird, ist ihr Bildnis an vorderster Front aus mir unerfindlichen Gründen blond geraten, was dann doch einige Fragen aufwirft. Steckt dahinter irgendein tieferer Sinn oder wurde hier einfach nur gepfuscht?
Ähnlich verwirrend verhält es sich dann mit dem Rest des Romans.

Beate Sauers Schreibweise ist für meinen Geschmack etwas zu oberflächlich. Die vielen Zeitsprünge (sowohl nach vorn als auch nach hinten und das kunterbunt gemischt) verhindern ein tieferes Einfühlen in die doch sehr liebevoll gestalteten Charaktere. Besonders Robin hat es mir hier angetan, ihr Verhältnis zu den verschiedenen männlichen Figuren ist von so unterschiedlicher Natur,dass der Geschichte dann doch wenigstens noch ein bisschen Farbvielfalt eingehaucht wird.

Als dementsprechend deplaziert empfinde ich daher die vereinzelten Sichtwechsel zu Luce oder seinem besten Freund Philip, die sie sich meist nur über wenige Seiten ziehen. Dadurch erhält man nur einen minimalen Einblick in deren Gefühlswelt, womit die ganze Geschichte, in Kombination mit den häufigen Zeitsprüngen, gehetzt und nicht richtig durchdacht wirkt.
Meiner Meinung nach hätte man das diese vielleicht auf zwei oder drei Bücher strecken und nicht alles in einem einzigen Buch abhandeln lassen sollen. Denn dadurch geraten die wichtigen Szenen (ja, auch die typisch historisch, feuchtfröhlichen Liebesszenen) zu kurz und man distanziert sich mit Fortschreiten der Handlung immer mehr von eben dieser, was sicher nicht die Absicht der Autorin gewesen sein kann.

Die Auflösung am Schluss hat mir dann noch weniger gefallen als es schon beim Rest der Fall war. Denn der einzige wirkliche rote Faden, die Liebesgeschichte zwischen Philip/Cederick und Robin, findet ein eher abruptes Ende (mehr sei hier nicht verraten), was ich nicht als tragisch sondern eher als eine Art Ausflucht empfinde. Die Autorin hat es sich hier schlicht zu einfach gemacht, sehr zum Leidweisen des Lesers.


Zum Schluss kann ich nur wiederholen was ich zu Beginn schon erwähnt habe: Ich hatte mir mir erhofft.
Der Roman ist zu stockend, zu gehetzt um wirklich zu gefallen und ich werde mir wohl noch überlegen ob ich zu den beiden anderen Teilen, von denen einer Robins Mutter gewidmet ist, greifen werde.

Donnerstag, 4. August 2016

Zwei sündige Herzen


Autor: Tessa Dare

Taschenbuch: 478 Seiten

Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (16.12.2013)

Sprache: Deutsch, Englisch

Größe: 12,3 x 4 x 18,8 cm

(Bild:http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Zwei-suendige-Herzen/Tessa-Dare/e415878.rhd#\|biblios)



Inhalt:
Meredith Maddox verwaltet in einem kleinen Dorf im Süden Englands einen Gasthof, der den Dreh- und Angelpunkt der Gemeinde bildet. Dieser Verantwortung ist sie sich nur allzu sehr bewusst. Kein Wunder also, dass sie die Avancen des Kriegshelden Rhys St. Maur zuerst vehement von sich weist. Trotzdem ist sie nicht in der Lage sich seiner Anziehung vollkommen zu entziehen, verbindet sie mit Rhys doch viel mehr als es am Anfang den Anschein erwecken mag…


Meine Meinung:

Auf den ersten Blick wirkt "zwei sündige Herzen" wie der typische Groschenroman. Auf dem Cover ein halbnackter Mann, die Protagonistin beschrieben als zu gleichen Maßen schön wie störrisch.
Gibt man dem Ganzen jedoch eine Chance, kommt man schon ab den ersten paar Seiten nicht mehr aus dem Lachen heraus. Merdith und Rhys harmonieren einfach perfekt. Beide entpuppen sich als überraschend dickköpfig in ihrem Bestreben, und verbauen sich mit ihrer Prinzipientreue das ei n ums andere Mal eine schnellere Lösung der gesamten Konfliktsituation. Aber wie sagt man so schön: „Warum einfach, wenns auch kompliziert geht?“

Über die fast 500 Seiten hinweg, habe ich die Beiden sehr schnell kennen und lieben gelernt, denn das Buch liest es einfacher als es sich zuerst vermuten lässt. Tessa Dare beherrscht ganz augenscheinlich ihr Fach und weiß die Geschichte stilsicher sowie wortgewandt zu Papier zu bringen.

Obwohl es sich bei „Zwei sündige Herzen“ bereits um den 2. Teil der „The Stud Club” Serie handelt, liest es sich als eigenständigen Roman, Vorkenntnisse aus dem 1. Teil sind also nicht von Nöten, tragen aber möglicherweise zu einem besseren Leseerlebnis bei. Rhys Bekannter aus London, der mysteriöse Bellamy, lockt aber schon mit dem Versprechen auf weitere Abenteuer.

Probleme hatte ich nur mit der von Zeit zu Zeit doch wirklich halsstarrigen Dickköpfigkeit des Pärchen, da sie doch häufig mal dazu tendieren ihrem Gegenüber nicht wirklich zuhören und sich hinter ihrer eigenen Weltanschauung zu verbarrikadieren. Das kann schon einmal ziemliche Kopfschmerzen bereiten, vorallem wenn sich Meredith dann auf Seite 256 fragt wie es ihr „gelingen könnte, dass jeder zufrieden, glücklich und in Sicherheit war?“ (Z.1-2) und man ihr die Lösung gerne einfach ins Gesicht schreien würde.

Fazit:
Ein überzeugender Historical Roman mit liebenswerte Charaktere n und einem überraschendem Ende, der Lust auf mehr macht. Ich freue mich jedenfalls schon auf den nächsten Band.

Mittwoch, 3. August 2016

Dark Elements 2: Eiskalte Sehnsucht



Autor: Jennifer L. Armentrout

Gebundene Ausgabe: 432 Seiten

Verlag: HarperCollins (10.02.2016)

Sprache: Deutsch, Englisch

Größe: 14,1 x 4,4 x 22,1 cm

Gewicht: 601g

(Bild: https://www.harpercollins.de/buecher/young-adult/dark-elements-2-eiskalte-sehnsucht#product-info-tab2)


Achtung, Spoilergefahr für den ersten Band!

Inhalt:
Layla ist halb Dämon halb Wächter, eine Tochter Liliths und damit die Einzige ihrer Herkunft.
Verzweifelt versucht sie die dämonische Seite in sich zu unterdrücken, bis die dem Kronprinzen der Hölle, Astaroth, begegnet.
Er ist teuflisch heiß, und ohne Seele als Einziger dazu in der Lage, Lalya so zu küssen wie sie es sich schon seit Jahren wünscht.
Wäre da nicht Zayne, ihr Freund seit Kindertagen, Wächter und ihr heimlicher Schwarm.

Nachdem Roth im 2. Teil der Triologie nun wieder aus der Hölle zurück gekehrt ist, stürzt Layla in das größte Gefühlschaos seit Menschengedenken.
Aber als wäre das nicht genug, kündet das Auftauchen des Dämonenprinzen noch von einer ganz anderen Gefahr und plötzlich überschlagen sich die Geschehnisse...


Meine Meinung:
Dark Elements hat als Jugendbuch einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt und dürfte deshalb den Meisten von euch bereits ein Begriff sein.
Mein Fazit: Der Hype ist durchaus nachvollziehbar.

Grund hierfür sind einerseits die gelungene Erzählweise der Autorin und die saubere Arbeit an der Übersetzung, wodurch sich das Buch leicht lesen lässt und man gerade zu über die Seiten fliegt, andererseits aber auch die Storyline an sich. Man merkt sofort, dass Jennifer L. Armentrout ihre Recherche sehr sorgfältig durchgeführt hat. Den verschiedenen Dämonengattungen als Pendant wählt sie zum Beispiel die Wächter, die mich persönlich aber eher an eine Art Halbengel erinnern.

Layla hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen, da ihr Herz am richtigen Fleck sitzt, sie sich aber trotzdem darauf versteht einigen unliebsamen Gestalten gewaltig den Hintern zu versohlen. Generell erinnert mich Dark Elements ein wenig an Throne of Glass, vor allem da ich mich einfach nicht zwischen Zayne und Roth entscheiden kann. Ähnlich verfährt Sarah J. Mass ja mit Dorian und Chaol.
Zayne steht als Wächter stellvertretend für Laylas himmlische Seite, während Roth als Abkömmling Hölle dem typischen Schwarz-Weiß-Denken nach auf den ersten Blick eher in das Rollenfach sexy Bad Boy fällt.
Leider tut einem das Buch diesen Gefallen aber nicht, sondern legt einem sowohl Zayne als auch Roth ans Herz. Mit Fortschreiten der Handlung erkennt man ihre Schwächen und Stärke (beispielweise vergöttert Zayne seinen Vater meiner Meinung nach ein wenig zu sehr, während Roth ganz augenscheinlich Selbstzweifel hegt) und ich selbst ertappe mich häufig dabei, Layla in einem Moment mit dem Einen, im Nächsten aber mit dem Anderen der Beiden zu shippen.
Die Lösung des Ganzen bereitet mir schon jetzt Kopfschmerzen, demnach freue ich mich, dass der 3. und damit letzte Band der Reihe in zwei Wochen, am 15.08. in Deutschland erscheint.

Über die ganze Romantik hinweg, darf man aber auch nicht den roten Faden des Ganzen aus dem Auge verlieren. Laylas Herkunft schafft einige Probleme, da sie der Schlüssel zur Befreiung Liliths, und damit deren Kinder, der Lilim, ist. Deren Erweckung würde schlussendlich zur Auslöschung aller Dämonen sowie Wächter durch die Alphas (sozusagen die Chefs der Wächter) führen.
Neben ihrem eigenen Herzen muss Layla dementsprechend also auch noch die Welt vor einer drohenden Apokalypse retten, was weiß-Gott keine leichte Aufgabe ist.

Dark Elements 2 - Eiskalte Sehnsucht schließt direkt an seinen Vorgänger an und spielt mit diesem (meiner Meinung nach) in etwa auf einer Ebene. Es steht ihm weder in Bezug auf Stil und Schreibweise der Autorin, noch der Handlung- und Charakterentwicklung etwas nach.

Der einzige Dorn im Auge ist für mich nur Zaynes Spitzname für Layla, Biene. Dieser stört ein wenig die romantische Beziehung der beiden, wirkt nämlich eher kindisch als vermutlich liebevoll gedacht.

Alles in allem hat mir der 2. Teil sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf "Sehnsuchtsvolle Berührung".

Damit also bis zur nächsten Rezension.
Belle